Freitag, 28. Dezember 2007

Besinnliche Tage

Tach zusammen..

Ich hoffe alle daheim gebliebenen hatten ein schönes Weihnachtsfest!! Weihnachten in Malaysia war für mich ganz anders als man es von zu Hause gewohnt ist. Ich denke aber es liegt hauptsächlich daran, dass man es gewohnt ist, das Fest mit seiner Familie zu verbringen. Da sich ja bekanntlich meine Familie nicht in Malaysia aufhält, musste Ersatz gefunden werden. In KL konnte ich dann mit meinem Chef, Gabi und Thomas wenigsten ein bisschen feiern. Der versprochene Weihnachtsbaum blieb allerdings aus. Bei IKEA gibt es immer einen Flieger voll echte Weihnachtsbäume. Wir haben uns aber auch mit etwas Dekoration zufrieden gegeben. Eines hat sich jedoch nicht von zu Hause unterschieden. Man hat so viel gegessen, dass man fast nach Hause rollen konnte. Bei Thomas, der für uns vorzüglich gekocht hatte, gab’s leckere Antipasti, gegrillte Kartoffeln und ein ganzes Huhn! Von der Mahlzeit gestärkt sind wir in unser Hotel, dem PG Hilton gefahren, um den Abend in der hoteleigenen Bar ausklingen zu lassen. Bei unserem letztjährigen Aufenthalt in KL hatten Basti und ich schon einschlägige Erfahrungen mit dieser Bar gemacht. Es sollte an dem Abend nicht anders werden..

Es mag vielleicht blöd klingen, denn in Deutschland meckert man immer: „Schon wieder Weihnachten, immer das gleiche und derselbe Stress!“. Ich hatte es dieses Jahr in etwas anderer Form und ich muss sagen, ich freue mich schon wieder auf das nächste Weihnachten, in gewohnter Umgebung! Ist es einfach am schönsten zu Hause!! Da helfen auch die angenehmen Temperaturen nicht fiel, den bei 30 Grad einen Glühwein zu trinken ist ja voll Banane!!

Vor den Feiertagen waren wir auch noch ein bisschen in Malaysia unterwegs. Gabi und ich sind ca. 10 Std. mit dem Bus in die Cameron Highlands gefahren. Sie liegen auf ca. 2000m Höhe und von den Klimabedingungen her, fast mit den europäischen zu vergleichen. Deswegen gibt es dort riesige Teeplantagen, Unmengen von Erdbeerfeldern, Spargelanbau, Rosengärten und und und. Einfach alles was wir als Deutsche im Garten haben. Man glaubt gar nicht, wie die hier auf Erdbeeren abgehen. Überall wird einem angeboten, sich seine Erdbeeren selber vom Feld pflügen zu dürfen. Das ist für die Malyen das höchste!! Wir sind in erster Linie wegen den Teeplantagen hin. So was muss man einfach mal gesehen haben. So weit das Auge sehen kann, gibt’s Tee. Und der schmeckt sogar. Zwei Tage hielten wir uns dort auf.

Am ersten Tag haben wir eine kleinere Teeplantage (Bilder oben) besucht. Auf der Karte hatte es nicht so weit ausgesehen, deswegen wollten wir dort hinlaufen. Leider hatte ich mich getäuscht und es waren ca. 5 km zu laufen! Danach ging es (mit dem Taxi!) zur sogenannten Butterfly Farm. Wie der Name vielleicht vermuten lässt, gibt es aber nicht nur Schmetterlinge dort, sondern alles, was in den Highlands so rum kriecht. Auf dem Bild hab ich einen Ast mit zwei ganz komischen Käfern drauf sitzen. Daneben gab’s noch etliche andere Ficher, wie Skorpione, Schlangen usw. Super schön waren aber auch die Schmetterlinge.
Am Abend haben wir dann eine Spezialität der Highlands probiert. Wir waren „Steamboat“ essen. Das ist eigentlich nichts anderes als chinesisches Fondue. Wir bekamen drei Teller, mit unterschiedlichen rohen Zutaten und einen Pott mit Suppe. Jeder der jetzt Fondue kennt, weiß was passiert. Richtig Essen in den Topf, warten bis es fertig ist! Es wirklich lecker, auch wenn ich manchmal nicht wusste was ich gegessen hatte :-)

Für den zweiten Tag haben wir uns entschlossen eine Halbtagestour zu buchen, den am Abend sollte es ja nach Hause gehen. Es war der erste Tag seit drei Wochen an dem die Sonne schien (laut dem Tourguide). Bei super Wetter sind wir erst auf die berühmteste und größte Teeplantage der Highlands (Boh Tea Estate). Wir frühstückten mit einem super Ausblick und leckerem Tee.


Nach ein paar Schnappschüssen ging es weiter auf dem höchsten Berg mit knapp 2300m. Oben angekommen hatte man einen super Ausblick über die gesamten Highlands. Und bei so einem Wetter musste man dort nicht mal frieren. Stichpunkt frieren!! Ich hatte das erste Mal seit dem ich hier bin, Frostbeulen bekommen!! Nachts kühlte es auf für malaiische Verhältnisse arschkalte 15 °C ab und wir froheren wie die Hunde. Hoffentlich ist der Winter in Deutschland passe, wenn ich zurück bin, sonst bekomme ich glaubig Probleme!!! :-)

Von Berggipfel aus, stand noch ein kleiner Jungle Walk auf dem Programm. So sind wir also ein bisschen durch den Urwald gewandert, was mehr oder weniger gut voran ging. Die Erde war von den Vortagen noch sehr feucht. Nach dem Walk hatten wir alle braune Schuhe. Ein bisschen Verlust hat man halt immer. Unser Guide zeigte uns interessante und ganz witzige Dinge. Wir kamen an einem Strauch vorbei (Bild links), dessen Kräuter als weibliches Viagra eingesetzt werden. (P.S.: Wer was braucht, Email an mich! Kann man im Garten pflanzen!). Daneben gab’s auch noch eine schöne Blume, die sich nach dem Prinzip „Klappe zu, Affe Tod!“ funktioniert. Wenn Insekten in das Innere fliegen, schließt sich der Deckel und der Hunger ist gestillt! Gar nicht doof!!

Die Flutlage hat sich mittlerweile auch ein bisschen entspannt. Das Wasser geht zurück. Jetzt müssen halt die ganzen Schäden behoben werden. Arbeiten wollte ich eigentlich auch wieder, aber als ich am Mittwoch mit meinem Chef Gerhard ins Geschäft kam, war die Halle dunkel. Gerhard konnte es kaum glauben, denn er dachte es wird gearbeitet. Seine Bosse wussten auch von nichts. Nach ein paar Telefonaten stellte sich heraus, dass einer seiner Angestellten ohne Infos an seine Vorgesetzten einfach den Landen dicht gemacht hatte! Nun war natürlich schon jeder Mitarbeiter schon über alle Berge und machte Urlaub. Jetzt arbeite ich halt erst wieder am 7 Januar, da nächste Woche die Firma auch zu bleibt. Was soll man machen. So etwas passiert halt nur hier!!

Heute Abend geht’s dann auf nach Singapur! Dort werden wir alle zusammen Silvester feiern und sind schon ganz gespannt, was da so geht..

Ich wünsch allen einen guten Rutsch und ein erfolgreiches Jahr 2008!!

MFG Jens

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