Dienstag, 29. Januar 2008

Tempelanlagen von Angkor

Tach zusammen..

Dieses Mal wieder pünktlich zur Wochenmitte mein Bericht zur vergangenen Wochenende. Wie schon vorige Woche angekündigt hatten Rolf und ich freitags Urlaub um nach Kambodscha zu fliegen. Ziel war die Stadt Siem Riep, welche der Ausgangspunkt zur Besichtigung der gigantischen Tempelanlagen von Angkor war.
Am Flughafen morgens um acht angekommen waren wir kurzzeitig geschockt, denn es regnete. Damit hätten wir hier am aller wenigsten gerechnet, denn in Kambodscha ist gerade Trockenzeit. Unser Guesthouse bot einen kostenlosen Transfer vom Flughafen an, was wir auch schon per frühzeitig angemeldet hatten. Am Ausgang stand auch wie bestellt ein kleiner Einheimischer mit einem Schild auf dem mein Name war. Als Fahrzeug diente ein motorisiertes Tuk Tuk. Die Fahrt dauerte knapp 20 Minuten, die für unseren Fahrer anscheinend die Hölle sein musste. Bei Nieselregen und knapp 20 Grad zitterte er sich einen ab auf dem Moped, das er einem Leid tun konnte.
Am Guesthouse angekommen, gab’s neben einem Begrüßungsshake gleich ne Menge Infos zu den Tempeln.
Für die Besichtigung der Tempelanlagen benötigt man einen Pass. Den 3-Tagespass gibt’s für 40 US-Dollar und die waren jeden Cent wert!!
Unser Fahrer empfahl uns eine bestimmte Route, auf der einige interessante Tempel zu besichtigen sind. Ahnungslos wie wir waren, willigten wir ein und schon ging’s los. Jetzt ich nachhinein kann ich sagen, wir haben ziemlich sicher den langsamsten Tuk Tuk Fahrer erwischt, der auf Kambodschas Straßen unterwegs ist. Es war schon schwierig Fahrradfahrer zu überholen. Dafür konnte man umso besser, das Getümmel um einen herum besser wahr nehmen. Leider konnte er auch fast kein Englisch und so blieb die Kommunikation mit ihm Mangelware. Der Ablauf war immer der gleiche. Er fuhr uns zu einem Tempel, warte (oder pennte) so lange, wie wir diese besichtigten und dann ging’s auf zum nächsten Tempel. Und das für ganze 12 US-Dollar pro Nase.
Kambodscha ist auch das mit Abstand ärmste Land, in dem ich bis jetzt gewesen bin. Da die eigene Währung nichts taugt, zahlt man in der Regel mit US-Dollar. Vor allen Tempel wollen meistens Kinder einem irgendwelche Dinge verkaufen. Alles für 1 Dollar. Postkarte, Armreif, T-Shirt..

Bevor ich noch lange herum schwafle, schaut euch einfach die Bilder an und staunt, was die Leute vor Jahrhunderten so auf die Beine gestellt haben. Ein Wachsinn..


Achja, wer sich nicht gerne Steine anschaut, sollte die Fotos meiden :-)





Bayon, einer der schönsten Tempel!! Laut Reiseführer schauen da einen über 100 Gesichter an?!





Dieser Tempel war über 50 Meter hoch. Ich möchte mal wissen, wer da gewohnt hat, den die Treppen waren sehr sehr steil und die Stufen für so nen kleinen Mann wie mich ganz schön hoch :-)






Hier waren aber nicht nur die Treppen groß sondern auch die Bäume. Möchte gar nicht wissen, wie alt die schon sind. Wir wissen allerdings nicht (es konnte uns auch keiner sagen!), wie den die Bäume auf die Mauern kamen. Oder anders, die Mauer unterm Baum?? Egal sind super aus!!

An der Stelle auf dem oben Bild rechts, stand angeblich auch schon Angelina Jolie, als sie den Film Tomb Raider vor acht Jahren hier drehten. Und jetzt ich :-) (Ohhhhh)







Ohne Worte




Angkor Wat, der wohl berühmste und größte Tempel (ist eigentlich mehr ne Tempelanlage!) Umgeben vom einem Fluss, der viereckig um die Anlage führt. EINFACH NUR GIGANTISCH!!













Zu jedem Ausflug gehört ein super Sonnenuntergang. Da haben wir uns einen Berg bei ungefähr 30 Grad hinaufgequält. Das es sich gelohnt hat, erkennt man bestimmt. Allerdings waren wir nicht die einzigsten, die diese Idee hatten. Unserer guten Kondition haben wir es zu verdanken, dass wir auf dem Weg nach oben unzählige Chinesen überholten und uns einen Top-Platz sichern konnten!!
























Links ist unser "rasender" Tuk Tuk Fahrer samt Vehikel. Rechts versuchte uns eine kleines Mädchen Postkarten zu verkaufen.












Hier interessiert sich auch keiner dafür, wie viele Personen auf einem Auto oder Roller erlaubt sind. So lange noch Platz ist, darf jeder mit. Einmal haben wir fünf Personen auf einem Moped gezählt. 3 Erwachsene, 1 Kind und 1 Baby. Geht alles, man muss nur wollen :-)


Und zu guter letzt: Die süssen kleinen Hundebabys in unserem Guesthouse. Ich wünsch allen eine schöne Woche.. Jens


Dienstag, 22. Januar 2008

Der Countdown läuft...

Tach zusammen..

Heute in 6 Wochen hab ich wieder deutschen Boden unter den Füßen. Nur noch 42 Tage!!!

Das dies der erste Bericht seit zwei Wochen ist, liegt nicht daran, dass ich keine Lust mehr habe, meine Erlebnisse hier kund zu tun. Es hat vielmehr damit zu tun, dass wir die letzten beiden Wochenenden einfach nur das super Wetter genossen haben und Samstag und Sonntag am Pool lagen. Manche finden das eher langweilig, aber ich fand es einfach nur angenehm bei 30 Grad in der Sonne zu bruzzeln und nichts zu tun.





Vor zwei Wochen hat uns Gabi verlassen. Wir haben sie auch gebührend mit einer recht feucht fröhlichen Feier am Donnerstag verabschiedet, Karaokebar inklusive ;-)
Zum Glück hatte ATS Freitag frei, d.h. Gerhard und ich konnten im Gegensatz zu unseren Kollegen auspennen. Freitag begleiteten wir dann Gabi noch zum Flughafen.


Schlag auf Schlag ging es dann auch letztes Wochenende weiter mit der Verabschiedung. Torben hatte zum Abschied eingeladen. Auch hier gab es reichlich essen und trinken.


Wie mein Aufenthalt neigt sich auch die Arbeit dem Ende. Mein Projekt ist fast abgeschlossen, nur einige Punkte sind noch zu erledigen, was in den letzten Wochen kein Problem darstellen sollte. Diese Woche war bei uns in der Firma hoher Besuch zu Gast. Von Imtech Deutschland kamen zwei Manager zur Stippvisite. Dabei wurden auch kräftig Fotos geknipst...


Diese Woche ist für mich wieder eine 4-Tageswoche, denn Rolf und ich werden übers Wochenende nach Kambodscha fliegen und uns die riesen Tempelanlagen von Angkor Wat ansehen. Darauf freuen wir uns schon seit Monaten. Bericht wird pünktlich zum nächsten Wochenbeginn folgen.

MFG Jens


Dienstag, 8. Januar 2008

Jahreswechsel in Übersee..

Tach zusammen..

Erstmal wünsch denjenigen, denen ich es noch nicht gewünscht habe, ein schönes neues Jahr…

Ich verbrachte mit allen anderen Praktikanten den Jahreswechsel in Singapur, eine Stadt in der man es ohne Vorbehalte auch um einiges länger aushalten kann, als unsere drei Tage!! Singapur ist von den Lebensbedingungen her im Gegensatz zu Malaysia mit Europa gut zu vergleichen, was sich allerdings auch am Geldbeutel bemerkbar macht (Schachtel Zigaretten = 6 Euro; 0,3L Bier = 4 Euro usw.). Ordnung steht an erster Stelle in Singapur, was die Regierung auch mit Geldstrafen auf fast alles untermauert. Wer bei Rot über die Ampel geht, Abfall auf die Straße wirft oder Wände bemalt muss mit saftigen Strafen rechnen (wenn er erwischt wird). Aber man merkt, es funktioniert. Ich habe selten eine so saubere, friedvolle Stadt gesehen.


Mit dem Bus ging’s am 29te um halb elf nachts los. Um 3 Uhr haben wir die Grenze passiert, was aufgrund des Andrangs knapp 90 Minuten dauerte. Das war anscheinend unserem Busfahrer zu lange, denn unseren Bus haben wir nach der Grenze nicht wieder gesehen. Aber nach 4 Monaten Malaysia lernt man ja flexibel zu sein und wir sind mit einem Local Bus von der Grenze in die Stadt gekommen. Da Gabi und ich erst Mittag in unser Hotel einchecken konnten, haben wir den Morgen im Botanic Garden verbracht und einfach die ersten Sonnenstrahlen genossen.
Mittags noch ein bisschen Sightseeing bis wir endlich unser Zimmer beziehen konnten. Da ich bis dahin nicht wirklich viel geschlafen habe, war mein Abendprogramm ziemlich überschaubar (Abendessen und Schlafen!).

An Silvester war ich dann tagsüber mit Torben shoppen. Am Abend haben wir uns für das Silvester Mahl eines der unzähligen Restaurants am Singapore River ausgesucht. Dort ist abends richtig was los und ein super ambiente. Bei einem netten Italiener gab’s für mich dann ein leckeres „Filleto del Pizziolino“ oder so ähnlich. Nicht anders als in Deutschland war um Mitternacht dann das Feuerwerk, nur das es hier über Hochhäuser und bei angenehmen 25°C stattfand und alles viel schöner :-)
Man hatte das Gefühl, die ganze Stadt war auf der Straße, so viele Menschen säumten diese. Es hat auch dementsprechend lange gedauert bis wir unser Hotel erreichten!! Auch ohne Alkohol (!!) war es ein richtig schöner Jahresabschluss oder Beginn, je nachdem…

Dieses Wochenende kamen auch zwei neue Praktikanten in Kuantan an. Ich hatte das Vergnügen die beiden um zehn Uhr morgens (während sich Torben und Gabi noch vom Vorabend erholten) vom Flughafen abzuholen und ein bisschen in den Alltag hier „Einzulernen“. Dabei musste ich daran denken, dass ich jetzt schon vier Monate hier bin. Mein Gefühl sagt aber, es sind erst vier Wochen oder so!! Für mich sind es nun noch acht Wochen hier. Ich möchte gar nicht daran denken, wie schnell diese wohl vorüber gehen. Anderseits ist die Vorfreude auf Zuhause auch schon da..



Samstagabend waren Torben und ich mit ein paar Arbeitskollegen in einer Karaoke Bar!! Das ist eine der Lieblingsbeschäftigungen für Asiaten. Was man auch an der Tatsache merkte, dass die einzigen die nicht singen konnten wir beide waren. Aber wir versuchten es zumindest! Der Wille war da. Die Ausführung leider sehr mangelhaft. Trotzdem war es super lustig und wird hoffentlich nicht der einzige Besuch gewesen sein.



Heute war ich auch mal wieder arbeiten. Seit nun knapp vier Wochen hatte leider nicht die Möglichkeit dazu!! Erst die Flut, dann Urlaub.. Aber nun werden die letzten acht Wochen noch mal alle Kräfte mobilisiert um mein Projekt auch zum Abschluss zu bringen, wenn nicht wieder irgendwas dazwischen kommt!!

Fiedel´s Guestbook